14. Internationale Friedenskonferenz 2016 München

Die Internationale Friedenskonferenz findet jedes Jahr in München parallel zur „Münchner Sicherheitskonferenz“ statt und sucht im Gegensatz zu letzterer nach ausschließlich gewaltfreien Lösungen für die Konflikte der Welt. Das Netzwerk Friedenssteuer e.V. ist zusammen mit anderen Friedensorganisationen Träger dieser Friedenskonferenz. 2016-02-14_Manifest_Schutzverantwortung_deutsch-4S

Es gab drei sehr differenzierte und erhellende Vorträge mit anschließenden Publikumsfragen, im Vorraum gab es Stände der beteiligten Organisationen und am nächsten Tag wurden Workshops mit den Referenten angeboten.

Herausforderung Kalifatstaat.
Loretta Napoleoni aus Rom berät weltweit Regierungen und Think Tanks und erklärt, wie der IS so erfolgreich geworden ist. Er hat eine große Anziehungskraft durch sein Angebot, mit den ausgegrenzten und unter Krieg und Zerstörung leidenden Muslimen in der ganzen Welt einen eigenen modernen Staat zu gründen, in dem sie selbstbestimmt leben können. Napoleoni spricht sich klar gegen Bombardierungen aus, weil man damit den IS nicht auslöschen, sondern wieder nur den Westen zum Feind der arabischen Bevölkerung machen wird. Sie erläutert, dass der Terror von IS nicht das Ziel, sondern ein Mittel zum Zweck sei, einen regulären Staat zu gründen, dass die Ursache der Fluchtbewegung im Grunde die Kriege des Westens sind und folgert man muss dringend miteinander reden anstatt die Gewaltspirale immer weiter zu erhöhen.

Dr. Markus A. Weingardt: Religion und Frieden.
Beispiele für Friedensarbeit aus religiöser Motivation.
„Glaubt man den Medien, so hat man den Eindruck Religion ist etwas gefährliches.“ Der Dalai Lama, Gandhi und Abdul Ghaffar Khan, Martin Luther King sind dagegen Beispiele für Menschen, die sich aus religiöser Motivation für den Frieden einsetzen. Und davon gibt es viele, die deshalb so wichtig für den Frieden sind, weil sie glaubhaft sind, Vertrauen in der Bevölkerung genießen und die Verhältnisse oft besser einschätzen können als die Politik. Sie sollten deshalb gefördert und unterstützt werden.

Nirit Sommerfeld: Versöhnungsprojekte in Palästina.
Viele Organisationen in Israel arbeiten für Frieden, Versöhnung, gegen die Besatzung und für Aufklärung, z.B. Who profits.org und breaking the silence.org. Nirit Sommerfeld, eine deutsch-israelische Schauspielerin, stellt vieler dieser Organisationen vor und sagt: Ein Tropfen höhlt stetig den heißen Stein.

3 Bilder von unserer Friedenskonferenz, hier vom Internationale Forum im Alten Rathaus

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